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Emden ist erste Reformationsstadt Europas

Ostfriesisches Landesmuseum Emden
RATHAUS AM DELFT
Brückstraße 1 | 26725 Emden
Tel.: +49 (0)4921 - 87 20 58
Di. - So. sowie feiertags:
10:00 - 17:00 Uhr

UNSERE NÄCHSTEN VERANSTALTUNGEN

Januar bis März 2019
KIDS IN!
Mitmach-Aktionen für junge Besucher ab 6 Jahren

29.01.2019 19:30 Uhr Ostfriesisches Landesmuseum Emden, Rummel
„Der ferne Krieg – Medien des Erlebens und Gedenkens“. Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „O welche Lust Soldat zu sein?“
Vortrag von Dr. Karl-Heinz Ziessow, ehem. stellv. Leiter des Museumsdorfes Cloppenburg:

3.Februar 2019 um 11:30 Uhr; Ostfriesisches Landesmuseum Emden
Finissage
„O welche Lust, Soldat zu sein? Ostfrieslands Söhne im Frieden und in ‚Eiserner Zeit‘“

STADTENTWICKLUNG

Mit Beginn der Gegenreformation kamen immer mehr protestantische Glaubensflüchtlingen aus Westfalen, England und vor allem den Niederlanden in die prosperierende Hafenstadt, die sich als „Herberge Gottes“ bis zum Ende des 16. Jahrhunderts zum Zentrum des niederdeutschen Calvinismus entwickelte. Ihren beispiellosen Aufstieg zum größten Hafen Nordeuropas verdankte Emden allerdings den niederländischen Reedern und Kaufleuten, die bei Ausbruch des Freiheitskampfes gegen die spanische Feudalmacht im Jahre 1566 aus den blockierten Häfen Seelands und Hollands in den nächst sicheren Hafen auswichen. Zählte Emden 1550 noch etwa 5000 Einwohner, so hatte sich die Zahl wegen des Wirtschaftswunders zwanzig Jahre später vervierfacht und machte eine Erweiterung des städtischen Raumes um die Dörfer Groß- und Kleinfaldern erforderlich. Die akute Bedrohung durch spanische Truppen seit 1568 führte auch zum zügigen Ausbau der Befestigung, die der Form nach – wie wenige Jahre zuvor die Antwerpener Zitadelle – in altitalienischer Manier angelegt wurde: kleine Bastionen mit zurückgezogenen Flanken, die bald mit Bockwindmühlen bestückt wurden.