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Emden ist erste Reformationsstadt Europas

Ostfriesisches Landesmuseum Emden
RATHAUS AM DELFT
Brückstraße 1 | 26725 Emden
Tel.: +49 (0)4921 - 87 20 58
Di. - So. sowie feiertags:
10:00 - 17:00 Uhr

UNSERE NÄCHSTEN VERANSTALTUNGEN

Dezember
KIDS IN!
MITMACH-AKTIONEN FÜR KINDER AB 6 JAHREN

11.Dezember 2018, 19:30 Uhr Ostfriesisches Landesmuseum Emden; Rummel
"Die Arbeiter- und Soldatenräte in Emden 1918" - mit Aiko Schmidt
Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „O welche Lust, Soldat zu sein?

16. Dezember 11:30 Uhr; Ostfriesisches Landesmuseum Emden
plattdeutsche Sonntagsführung durch Sonderausstellung „O welche Lust, Soldat zu sein?“
Ilse Frerichs

24., 25. Dezember sowie 31. Dezember 2018, 1. Januar 2019 - geschlossen
Öffnungszeiten während der Feiertage

FRÜHES LEBEN AN DER KÜSTE

Zeugnisse menschlicher Besiedlung finden sich im Raum der südlichen Nordseeküste seit der späten Steinzeit. Das Meer hatte, als es sich in Richtung Norden zurückzog, fruchtbares Land zurückgelassen: die Marsch. Die Weidewirtschaft auf diesem größten natürlichen Weidegebiet Westeuropas war die Lebensgrundlage der Friesen. Nach Süden war diese Marsch von einem breiten Moorgürtel abgeschottet, der vor Eindringlingen schützte und mit dem Torf, den man stach, die Häuser warm hielt. Erst wesentlich später wurden auch die kargen Geestrücken genutzt. Bereits die ersten menschlichen Spuren belegen die Einfuhr von Materialien wie Feuerstein, edlen und unedlen Metallen, Tuffstein und Keramik. Der ostfriesische Raum war mangels eigener Stein- oder Metallvorkommen schon immer vom Warenaustausch abhängig. Was man im Überfluss hatte, wie Vieh oder das berühmte friesische Wolltuch, verkaufte man, um im Gegenzug in Friesland fehlende Waren zu erwerben.

Die Auseinandersetzung mit dem Wasser hat seit jeher die Kulturlandschaft Ostfrieslands geprägt. Der Deichbau war und ist daher die großartigste Leistung seit dem hohen Mittelalter. Fast 200 Jahre sollte es dauern, bis das gewaltige Werk von seinen bescheidenen Anfängen im 10. Jahrhundert an bis zum so genannten „Goldenen Reif“ des 13. Jahrhunderts vollendet war. Die Deiche prägen bis heute die Landschaft und zeugen durch ihren technischen Aufwand von ihrer Bedeutung.