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Emden ist erste Reformationsstadt Europas

Ostfriesisches Landesmuseum Emden
RATHAUS AM DELFT
Brückstraße 1 | 26725 Emden
Tel.: +49 (0)4921 - 87 20 58
Di. - So. sowie feiertags:
10:00 - 17:00 Uhr

UNSERE NÄCHSTEN VERANSTALTUNGEN

Dezember
KIDS IN!
MITMACH-AKTIONEN FÜR KINDER AB 6 JAHREN

11.Dezember 2018, 19:30 Uhr Ostfriesisches Landesmuseum Emden; Rummel
"Die Arbeiter- und Soldatenräte in Emden 1918" - mit Aiko Schmidt
Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „O welche Lust, Soldat zu sein?

16. Dezember 11:30 Uhr; Ostfriesisches Landesmuseum Emden
plattdeutsche Sonntagsführung durch Sonderausstellung „O welche Lust, Soldat zu sein?“
Ilse Frerichs

24., 25. Dezember sowie 31. Dezember 2018, 1. Januar 2019 - geschlossen
Öffnungszeiten während der Feiertage

TURM

Am 26. Juni 1684 beschloss der Emder Magistrat, ein neues, straff organisiertes und dichtes Wachsystem in der Stadt einzuführen. Das Nachtwächtercorps bestand aus 171 Männern und hatte seinen Sitz in der Alten Wache am Delft vor dem Rathaus. Die Wachen bezogen Posten auf dem Wall und an den Stadttoren.

Neben diesem Schutz nach außen, versuchte man die Stadt auch im Inneren sicher zu halten. Nach der Emder Wachtordnung waren daher alle Bürger verpflichtet, im Wechsel des Nachts mit Laternen und Hellebarden die Straßen abzugehen. Eine Holzklapper, „Ratel“ genannt, diente als Alarminstrument. 1752 wurde diese Bürgerwache aufgegeben, und 34 angestellte „Rateler“ übernahmen den Dienst. Ihr Wachlokal befand sich im Kellergeschoss des Rathauses. Diese Nachtwache wurde 1905 aufgelöst.

Auf dem Rathausturm wachten über Jahrhunderte hinweg die „Türmer“. Ihre Hauptaufgabe war die nächtliche Brandwache. Zur Kontrolle und als ein beruhigendes Zeichen der Wachsamkeit gaben sie stündlich vom Turm herab ein Signal. Im 17. Jahrhundert war dies sogar verbunden mit dem „Abblasen“ geistlicher Lieder. 1896 wurde das Amt des Turmwächters in Emden abgeschafft – die technische Entwicklung hatte diesen Posten endgültig entbehrlich gemacht.

Das Emder Glockenspiel
Der Emder Bürger Bernhard Brahms stiftete das Glockenspiel seiner Stadt am 06. September 2000 aus Dankbarkeit dafür, dass er die fast völlige Zerstörung Emdens am 06.September 1944 überleben durfte. Die größte der 23 Glocken trägt die Inschrift “Civibus Hostitibusque Embdae Gaudio” (Den Bürgern und Gästen Emdens zur Freude). Gegossen wurden die in der seltenen Tonart G-Dur ausgeführten Glocken von der Firma “Koninklijke Eijsbouts” in Asten.