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Emden ist erste Reformationsstadt Europas

Ostfriesisches Landesmuseum Emden
RATHAUS AM DELFT
Brückstraße 1 | 26725 Emden
Tel.: +49 (0)4921 - 87 20 58
Di. - So. sowie feiertags:
10:00 - 17:00 Uhr

UNSERE NÄCHSTEN VERANSTALTUNGEN

Januar bis März 2019
KIDS IN!
Mitmach-Aktionen für junge Besucher ab 6 Jahren

29.01.2019 19:30 Uhr Ostfriesisches Landesmuseum Emden, Rummel
„Der ferne Krieg – Medien des Erlebens und Gedenkens“. Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „O welche Lust Soldat zu sein?“
Vortrag von Dr. Karl-Heinz Ziessow, ehem. stellv. Leiter des Museumsdorfes Cloppenburg:

3.Februar 2019 um 11:30 Uhr; Ostfriesisches Landesmuseum Emden
Finissage
„O welche Lust, Soldat zu sein? Ostfrieslands Söhne im Frieden und in ‚Eiserner Zeit‘“

REFORMATION

Die Reformation war zunächst ein Ereignis der Universitäten und Orden, das sich vor allem in den Städten vollzog. Die Bindung von Kirchenlehre und Frömmigkeit an die Bibel bildete, vermittelt durch Predigt und Sakrament, die Grundlage. Neben Ausgaben des Neuen und Alten Testaments in Griechisch und Hebräisch, Bibelübersetzungen, Bibeldrucken und religiösen wie kirchenkritische Flugschriften wurde das besonders von Handwerkern verbreitete evangelische Lied Medium für den Siegeszug der Reformation.

Träger der Bewegung war zunächst das Volk. So kam es zu einer Verbindung von sozialrevolutionären Aktionen und spontaner Kirchenreform, verbunden mit Kirchen- und Bilderstürmen. Dagegen behauptete sich das Kirchregiment des Rates der jeweiligen Stadt mit dem Patronat über Stadtkirchen, Unterwerfung der Kleriker unter die städtische Gerichtsbarkeit und der Aufsicht über das Schul- und Armenwesen. Instrument für die offizielle Einführung der Reformation war die Disputation zwischen altgläubigen und evangelischen Theologen, über deren Ergebnis der Rat im Sinne seiner Religionspolitik entschied. Er bestimmte durch eine evangelische Kirchenordnung auch die äußere Form des evangelischen Kirchwesens.