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Emden ist erste Reformationsstadt Europas

Ostfriesisches Landesmuseum Emden
RATHAUS AM DELFT
Brückstraße 1 | 26725 Emden
Tel.: +49 (0)4921 - 87 20 58
Di. - So. sowie feiertags:
10:00 - 17:00 Uhr

UNSERE NÄCHSTEN VERANSTALTUNGEN

Januar bis März 2019
KIDS IN!
Mitmach-Aktionen für junge Besucher ab 6 Jahren

29.01.2019 19:30 Uhr Ostfriesisches Landesmuseum Emden, Rummel
„Der ferne Krieg – Medien des Erlebens und Gedenkens“. Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „O welche Lust Soldat zu sein?“
Vortrag von Dr. Karl-Heinz Ziessow, ehem. stellv. Leiter des Museumsdorfes Cloppenburg:

3.Februar 2019 um 11:30 Uhr; Ostfriesisches Landesmuseum Emden
Finissage
„O welche Lust, Soldat zu sein? Ostfrieslands Söhne im Frieden und in ‚Eiserner Zeit‘“

HERBERT MÜLLER

Landschaft - Zeitgeschichte. Werke '77 - '17

Herbert Müller, Schatten, 2009, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm, Sparkasse Aurich-Norden, Detail

Sonderausstellung vom 26. November 2017 - 4. März 2018

Das Werk von Herbert Müller lässt zwei Schwerpunkte erkennen und führt mit ihnen eindringlich die unterschiedlichen Seiten unserer Welt vor Augen. Da ist die Landschaft, vor allem die ostfriesische Landschaft, die ihm seit der Kindheit tief vertraut ist. Für sie findet er eigentümliche Bildlösungen von großer Überzeugungskraft. Man kann von einer poetisch geprägten Realitätsnähe sprechen, doch darf man die farblichen und strukturellen Steigerungen nicht übersehen, die hinter der schlichten Schönheit oft weitere, auch bedrohliche Facetten offenbaren.

Dieser Welt steht ein anderer Werkkomplex gegenüber. Es ist die blutige Welt, die dem Künstler durch das Arbeitsaußenlager des ehemaligen KZ Neuengamme entgegentrat, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft seines Wohnsitzes bei Engerhafe befand. Das Schicksal der von Krieg und Unterdrückung gezeichneten Menschen wurde ihm ein zweites Thema, das er szenisch wie dokumentarisch durchgestaltete.
Auch auf seinen Reisen sieht Herbert Müller immer wieder das Nebeneinander von friedlichem Dasein und menschenverachtender Brutalität. Seine Zeichnungen und Aquarelle aus Kambodscha sind nur ein Beispiel dafür.
Die Ausstellung zeigt das Schaffen Herbert Müllers, nicht zuletzt mit Leihgaben aus Privatbesitz, in seiner ganzen thematischen und gestalterischen Breite.