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Emden ist erste Reformationsstadt Europas

Ostfriesisches Landesmuseum Emden
RATHAUS AM DELFT
Brückstraße 1 | 26725 Emden
Tel.: +49 (0)4921 - 87 20 58
Di. - So. sowie feiertags:
10:00 - 17:00 Uhr

UNSERE NÄCHSTEN VERANSTALTUNGEN

Januar bis März 2019
KIDS IN!
Mitmach-Aktionen für junge Besucher ab 6 Jahren

29.01.2019 19:30 Uhr Ostfriesisches Landesmuseum Emden, Rummel
„Der ferne Krieg – Medien des Erlebens und Gedenkens“. Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „O welche Lust Soldat zu sein?“
Vortrag von Dr. Karl-Heinz Ziessow, ehem. stellv. Leiter des Museumsdorfes Cloppenburg:

3.Februar 2019 um 11:30 Uhr; Ostfriesisches Landesmuseum Emden
Finissage
„O welche Lust, Soldat zu sein? Ostfrieslands Söhne im Frieden und in ‚Eiserner Zeit‘“

„Ich sehe eben anders“ - Fotografie in Nordwestdeutschland

Gesichter einer Stadt

23. Juli – 29. Oktober 2006 Sonderausstellungsbereich

Die Geschichte der Fotografie ist eng mit der Geschichte der Industriegesellschaft verknüpft. Abseits der künstlerischen Ambitionen von wohlhabenden Fotoamateuren und der später aufkommenden Pressefotografie entwickelte sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein alltäglicher Gebrauch des neuen technischen Mediums. Wie zwei Seiten einer Münze prägen die Porträtfotografie und die Fotografie im Dienst von Wirtschaft und Wissenschaft die alltägliche professionelle Bilderproduktion.
Die Sammlungen des Ostfriesischen Landesmuseums und des Stadtarchivs Emden bergen eine Vielzahl von hervorragenden Beispielen beider Genres. Sie spiegeln die Konjunkturen und Moden der Fotogeschichte wider, die in Ostfriesland nicht anders verliefen als in den europäischen Metropolen: Auf die Künstlichkeit der Porträt-Ateliers folgte ab den 1920er Jahren eine freiere Sicht auf die Menschen. Die beiden produktivsten Jahrzehnte für die sogenannte „Industriefotografie“ waren die 1930er und 1960er Jahre.
Viele Aufnahmen der industriellen Anlagen im Emder Hafen gelangten über die zahlreichen Publikationen, die vom Verkehrsverein und der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg herausgegeben wurden, in die musealen Sammlungen. Es finden sich in ihnen Beispiele für nahezu das gesamte Spektrum der Bildproduktion von und für Industrieunternehmen: die Überblicksaufnahme über das Werksgelände, die werbende Darstellung einzelner Anlagenteile, Bilderzählungen von den Höhepunkten des Betriebsgeschehens, Belegschaftsfotos und technische Dokumentationen.
Die meisten der ausgestellten Industriebilder bedienen sich der Bildsprache der „Neuen Sachlichkeit“. Dieser Stil, der in den 1920er Jahren entwickelt wurde, kam den Bedürfnissen der Industriebetriebe besonders entgegen, weil mit ihm Alltagsgegenstände rein sachlich und dennoch ästhetisch abgebildet werden sollten.
Die Porträts und die Industriefotografien zeigen menschliche und architektonische Gesichter der Stadt Emden. Jedes von ihnen wurde von Berufsfotografen sorgsam inszeniert. Diese „Gesichter einer Stadt“ vermitteln einen Eindruck davon, wie sich die Emder selbst und ihre Stadt gerne gesehen haben.