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Emden ist erste Reformationsstadt Europas

Ostfriesisches Landesmuseum Emden
RATHAUS AM DELFT
Brückstraße 1 | 26725 Emden
Tel.: +49 (0)4921 - 87 20 58
Öffnungszeiten:
Di. - So.
12:00 - 17:00 Uhr

UNSERE NÄCHSTEN VERANSTALTUNGEN




Melanie Schulte

ein Ensemble stellt sich vor

Die Aufführungen des Theaterstückes MELANIE SCHULTE mussten aufgrund der Corona Pandemie in das kommende Jahr verschoben werden. Neue Aufführungstermine stehen noch nicht fest.

 

Doch das Textbuch ist fertig, und die Rollen sind verteilt. So können die 35 hochmotivierten Ensemble-Mitglieder sich bereits mit ihren Rollen und Texten vertraut machen. Sobald es möglich ist, wird das gesamte Projekt wieder Fahrt aufnehmen und hoffentlich im Jahr 2021 ein unvergessliches, gleichermaßen tragisches und bewegendes Stück Schifffahrts- und Emder Geschichte auf die Bühne bringen.

 

Jann Aden spielt den Funkoffizier und jungen Familienvater Helmut Balzersen. Er lässt den Charakter des beliebten, freundlichen, aufstrebenden Offiziers lebendig werden.

 Freya Fekken spielt den Decksjungen Georg, der im Gespräch mit älteren Kollegen an Bord eine unbeschwerte Seite im Alltag von Seeleuten zeigt.

 Sylvia Meyer spielt einen der Beisitzer der großen mehrstündigen Seeamtsverhandlung, die im Frühjahr 1953 in Hamburg stattgefunden hat. Die Verhandlung durchzieht als roter Faden das gesamte Stück.

 Lydia Schwitters spiel Nelly Freerks, die Witwe des 2. Offiziers Arend Freerks. An Nelly Freerks‘ Familiengeschichte wird die ganze Tragik des Geschehens deutlich.

 Hans-Menno Ukena spielt den Emder Ailt Dirksen, der als Nieter bei den Nordseewerken am Bau der MELANIE SCHULTE mitgewirkt hat. Die Figur ist fiktiv, aber stark angelehnt an die tatsächlichen Werktätigen dieser Zeit in Emden.

 Iris Sabow-de Vries spielt eine Zuschauerin beim Stapellauf der MELANIE SCHULTE in Emden sowie den Reiniger Paul Dirks in einer Szene am Abend vor der Ausreise der MELANIE SCHULTE aus Hamburg.

 Remmer de Vries spielt den jungen Norbert Freerks, den Sohn des 2. Offiziers Arend Freerks. Er macht in seiner Rolle die Perspektive eines Kindes erlebbar, das ein Elternteil sehr plötzlich verliert.

 Werner Zwarte ist der Regisseur des Stückes. Werner Zwarte: „Die Rollenbesetzung steht. Jetzt bin ich dabei, die Inszenierung in meinem Kopf entstehen zu lassen. Aus einem tiefbewegenden Textbuch von Ilse Frerichs soll ein ebensolches Theaterstück in der Neuen Kirche werden.“

Tim Kruithoff spiegelt in seiner Rolle als Schiffbaudirektor Schulthes von den Nordseewerken den Stolz über den spürbaren Aufschwung der frühen 1950er Jahre nach dem Trauma des 2. Weltkriegs wider. Doch auch für den Direktor ist die Verschollenheit der MELANIE SCHULTE ein Mysterium - gerade vor dem Hintergrund, dass das hochmoderne Schiff das qualitativ beste seiner Art war.

 Anika Camp spielt Hertha Dirksen, die jüngere Tochter des Nieters Ailt Dirksen und seiner Frau Theda. Hertha hat eine innige Beziehung zu ihrer älteren Schwester. Das wird in einer halb surrealen Szene besonders deutlich. 


 Ingrid Vogel-Suhr verkörpert Theda Dirksen, die Ehefrau des Emder Nieters Ailt Dirksen und die Mutter von Hertha und Haika Dirksen. Sie sorgt für die ganze Familie, blickt nach vorne und will nicht mehr an den Krieg denken – noch nicht ahnend, welcher Schicksalsschlag ihrem zukünftigen Schwiegersohn droht. 


 Peter Bruns mimt den Seeamtsdirektor Gieser, der seinerzeit die Seeamtsverhandlung geleitet hat. Die sachliche Verhandlung führt die Überlegungen zur Unglücksursache vor Augen und bildet einen Kontrast zu den emotionalen Auswirkungen der Katastrophe.

 

Thomas Trauernicht ist der Requisiteur des Ensembles. Er übernimmt aber auch eine Rolle, und zwar die des ersten Offiziers der MELANIE SCHULTE: Lorenz Tebbens. Dieser stammte, wie eine ganze Reihe anderer Besatzungsmitglieder, aus den ostfriesischen Fehngebieten.

 

 Im Kontor der Reederei Schulte & Bruns machte man sich große Sorgen um den Verbleib der MELANIE SCHULTE. Marion Janssen-Ukena spielt Anne Hinrichs, die Sekretärin des Reeders Bernhard Schulte (halb fiktiv). Während eines Diktats manifestiert sich für sie die bittere Tatsache, dass die Besatzung wirklich verschollen ist.