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Emden ist erste Reformationsstadt Europas

Ostfriesisches Landesmuseum Emden
RATHAUS AM DELFT
Brückstraße 1 | 26725 Emden
Tel.: +49 (0)4921 - 87 20 58
Di. - So. sowie feiertags:
10:00 - 17:00 Uhr

UNSERE NÄCHSTEN VERANSTALTUNGEN

März bis Juni 2019
KIDS IN!
Mitmach-Aktionen für junge Besucher ab 6 Jahren

3. März-26. Mai
Als Künstler Emden inszenierten
Begleitprogramm

6., 13., 20., 27. März sowie 3. und 10. April
Passionsandachten im Landesmuseum
Wenn alles bricht – Mit Umbrüchen leben

vorübergehende Schließung
Abteilung Ur- und Frühgeschichte/ Frühes Leben an der Küste
vorübergehende Schließung

20. März - 18:15-19:00 Uhr, Rummel
Not beschreien
Passionsandachten im Landesmuseum: Wenn alles bricht – Mit Umbrüchen leben

27. März, 18:15 - 19:00 Uhr, Rummel
Abschied nehmen
Passionsandachten im Landesmuseum: Wenn alles bricht – Mit Umbrüchen leben

12. April - 20:00 Uhr, Einlass: 19:30 Uhr, Rummel
Fahrt dör de Tied
Jan Cornelius im Dreeklang Ensemble mit Christa Ehrig (Cello) und Klaus Hagemann (Gitarre)

19. Mai 2019, Rathaus am Delft
INTERNATIONALER MUSEUMSTAG
Museen - Zukunft lebendiger Traditionen

WAS DAMALS RECHT WAR...

Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht

Sonderausstellung vom 25.9. bis zum 6.11.2016 im Rathaus am Delft

Bis 1945 haben zehntausende Soldaten und Zivilisten ihr Leben durch Urteile von Wehrmachtgerichten verloren. Die Mehrzahl der Deutschen begegnete den Opfern der Wehrmachtjustiz auch nach 1945 mit Ablehnung und Feindschaft. Diese Sicht verstellt den Blick auf den Unrechtscharakter der deutschen Militärjustiz. Zwischen 1998 und 2009 hob der Deutsche Bundestag die meisten Unrechtsurteile auf. Viele Betroffene waren zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben.

Während des Zweiten Weltkrieges diente die Kriegsgerichtsbarkeit als Terrorinstrument der militärischen und politischen Führung. Insgesamt wurden etwa 20.000 Menschen hingerichtet, unzählige andere starben in Lagern oder in Strafeinheiten. Die Fallgeschichten der Opfer werden in der Ausstellung in Überblicksdarstellungen zur Geschichte der deutschen Militärjustiz eingebettet. Auch die Ausgrenzung und Nichtachtung der überlebenden Justizopfer in den deutschen Nachkriegsstaaten werden dargestellt. Demgegenüber stehen Biografien von deutschen Militärjuristen und Befehlshabern mit ihren Handlungsspielräumen vor 1945 sowie ihren Karrieren nach dem Krieg an Gerichten, Hochschulen oder in der Politik.
 
Die Wanderausstellung ist ein Projekt der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Sie wird durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert und entstand in Kooperation mit der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz, der Bundeszentrale für Politische Bildung, der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt / Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale).

Die Ausstellung wird gezeigt vom Ostfriesisches Landesmuseum Emden in Gemeinschaft mit der vhs-Emden und dem Emder Friedensforum. Gemeinsam wird ein qualifiziertes Begleitprogramm in Form der 9. Emder Friedenstage geboten.