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Emden ist erste Reformationsstadt Europas

Ostfriesisches Landesmuseum Emden
RATHAUS AM DELFT
Brückstraße 1 | 26725 Emden
Tel.: +49 (0)4921 - 87 20 58
Di. - So. sowie feiertags:
10:00 - 17:00 Uhr

UNSERE NÄCHSTEN VERANSTALTUNGEN

Januar bis März 2019
KIDS IN!
Mitmach-Aktionen für junge Besucher ab 6 Jahren

29.01.2019 19:30 Uhr Ostfriesisches Landesmuseum Emden, Rummel
„Der ferne Krieg – Medien des Erlebens und Gedenkens“. Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „O welche Lust Soldat zu sein?“
Vortrag von Dr. Karl-Heinz Ziessow, ehem. stellv. Leiter des Museumsdorfes Cloppenburg:

3.Februar 2019 um 11:30 Uhr; Ostfriesisches Landesmuseum Emden
Finissage
„O welche Lust, Soldat zu sein? Ostfrieslands Söhne im Frieden und in ‚Eiserner Zeit‘“

Revolution, Revolte, Speckumzüge – die Monate nach dem Kriegsende im ländlichen Ostfriesland

Vortrag von Brigitte Junge

13. November - 19:30 Uhr, Rummel

Das Kriegsende 1918 brachte für die Weimarer Republik eine wirtschaftliche Krise mit sich. Lebensmittel- und Rohstoffknappheit kennzeichneten die Umstellung auf die Friedenswirtschaft. Neben Zwangsablieferungen war die Landwirtschaft aufgerufen, ihre Produkte freiwillig abzuliefern.
Im ländlichen Ostfriesland litt die Bevölkerung Hunger. Zu Jahresbeginn 1919 gründete sich in Ditzumerverlaat eine Ortsgruppe des Deutschen Landarbeiterbundes DLV. Auf einer ihrer Versammlungen wurde beschlossen, Umzüge in der Umgebung vorzunehmen, um bei den Landwirten nach Lebensmitteln zu suchen. Bereits beim ersten Umzug kam es zu Ausschreitungen: Lebensmittel wurden geplündert. Der Vorstand des DLV rief seine Mitglieder auf, weitere Gewalttätigkeiten zu verhindern. Einige Bauern brachten später zur Anzeige, dass auch Wert- und Gebrauchsgegenstände entwendet wurden. Im November 1919 fanden in Aurich Prozesse gegen einzelne Teilnehmer der „Speckumzüge“ statt. Ihnen wurde vorgeworfen, „Land- und Hausfriedensbruch“ begangen zu haben. Angeklagt wurden sie ferner wegen „Erpressung und Körperverletzung bei der gewaltsamen Wegnahme von Lebensmitteln auf Bauernhöfen.“

Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur aktuellen Sonderausstellung O welche Lust, Soldat zu sein? - Ostfrieslands Söhne im Frieden und in 'Eiserner Zeit'.

Für Mitglieder von 1820dieKUNST ist der Eintritt frei,
Nichtmitglieder zahlen einen Eintrittspreis von 2 €.

Zur Person:
Brigitte Junge studierte Geschichte, Germanistik und Pädagogik an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. Seit 1986 war sie nacheinander tätig im Staatlichen Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Oldenburg, an Ausstellungsprojekten in Oldenburg und für die Ostfriesische Landschaft in Aurich. 1990/91 stellte sie das Konzept für das zu gründende Stadtmuseum Delmenhorst auf. Brigitte Junge ist seit 1991 Leiterin am Historischen Museum in Aurich.